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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 9,51-56

Evangelium — Lk 9,51-56

Auf ihrem Weg nach Jerusalem müssen Jesus und seine Jünger durch das heidnische Samarien. Juden und Samariter waren sich feindlich gesinnt und so wurde Jesus auf der Herbergssuche die Gastfreundschaft verweigert. Grund genug für die beiden Brüder Jakobus und Johannes, nach Vergeltung und Rache zu sinnen. Unser Gott ist aber kein Gott der Rache, auch dann nicht, wenn er nicht an- oder aufgenommen wird. Er ist der Gott der Liebe und des Lebens, nicht der Gott der Zerstörung. Selbst wenn wir im Alten Testament immer wieder von der Rache Gottes lesen, hat diese Rache nichts mit unserem emotionsgeladenen Verständnis von Rache zu tun. In der Sprache und im Rechtssystem des Alten Testamentes hatte Rache lediglich mit einer ausgleichenden Gerechtigkeit zu tun, denn Gott liebt alle Menschen gleich, sind sie doch alle seine Kinder. Scheinen Menschen der Strafe Gottes zu unterliegen, so wird diese Strafe Gottes oft in die jeweilige Situation hineininterpretiert bzw. durch Menschen vollzogen, die sich von solchen Handlungen fernhalten sollten. Oft auch können Naturgewalten als Strafen Gottes interpretiert werden, doch mischt sich Gott nicht in die natürlichen Gegebenheiten der planetaren Dynamik ein. Gott sprach zu den alten Völkern in ihrer Sprache, in ihre Kulturen und ihre Bräuche hinein. Doch mit Jesus Christus vollzog er einen Wandel, damit auch wir lernen, Liebe zu leben, Gottes Liebe.