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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 16,19-31

Evangelium — Lk 16,19-31

Das Gleichnis, das Jesus heute erzählt, die Geschichte vom armen Lazarus und dem Reichen, handelt von einer Situation, die wir überall antreffen können: Das Drama der Gleichgültigkeit. Es ist überaus traurig, dass sich diesbezüglich auf der Welt noch immer fast nichts geändert hat, und damit besteht auch große Gefahr für viele Seelen. Der reiche Mann ist kein Krimineller, aber er hat sich an seinen Wohlstand gewöhnt und das hat ihn blind gemacht gegenüber der Armut und dem Elend direkt vor seiner Tür. Dargestellt wird dieses Elend durch den armen Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war, der an Hunger litt und dem herumstreunende Hunde seine Geschwüre leckten. Doch der Reiche war davon kaum berührt. Sein Gewissen war eingeschlafen, seine Seele träge und seine Wahrnehmung abgestumpft. Er sah nur mehr sich selbst, sein eigenes Leben und seinen Wohlstand. Die Welt mit ihrer Armut um ihn interessierte ihn nicht mehr. Wie wird es nun den beiden im Jenseits ergehen? Der Arme wird getröstet werden und der Reiche wird das Leid zu spüren bekommen, das er beim Armen übersehen hat. Der Reiche hat im Leben schon alles gehabt, der Arme nichts. Das sollte uns nachdenklich stimmen. Das sollte uns helfen, unsere Augen zu öffnen. Denn wir entscheiden selbst über unser künftiges Schicksal im „Drüben“. Es liegt in unserer Hand. Darum blicken wir stets aufmerksam um uns und fragen wir uns: „Wer ist unser Lazarus?“