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Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 8,4-15
Mit dem Gleichnis vom Sämann greift Jesus die Erfahrungen seiner Zuhörer auf: Die Tätigkeit des Sämanns und die Mühe der Arbeit, um einen guten Ertrag zu erwirtschaften. Jesus stellt damit, im Vergleich zu seiner Tätigkeit der Verkündigung, die unterschiedlichen Reaktionen auf das Evangelium in einem Bild dar: Ein Teil der Saat fällt auf festen Boden und wird von Vögeln aufgepickt. Ein anderer Teil keimt, geht auf, verdorrt aber schnell in der Sonne, weil der Ackerboden zu dünn über dem Kalkfelsen ist. Ein dritter Teil fällt unter die Dornen, geht auf, wächst, kann aber keine Frucht ansetzen, weil ihn die Dornen ersticken. Der vierte Teil der Saat fällt auf guten Boden und bringt überreich – bis zu hundertfach – Ertrag. So ist es auch mit dem Wort Gottes auf Erden. Oft fällt es auf nicht ertragreichen Grund und hat keine Chance zu gedeihen und Früchte zu bringen. Viele Herzen sind verschlossen gegenüber Gottes froher Botschaft. Sie prallt an ihnen ab und verliert sich in den Weiten der Weltlichkeit. Ein hartes Herz ist lediglich offen für die Reize und Annehmlichkeiten der Welt, doch sind diese nur kurzlebig, wie auch eine verhärtete Seele mit den Herrlichkeiten der Ewigkeit nicht vereinbar ist. Die eigene Seele zu formen und weiterzuentwickeln ist Schwerstarbeit. Täglich gibt es da Baustellen mit vielen Hindernissen. Oft bedarf es schwerer Gerätschaft, um verkrustete Herzen von ihrer harten Schale zu befreien. Solche Krusten hindern die Seele daran, aus sich herauszugehen, dorthin, wo ihre von Gott eingepflanzten Gaben dringend benötigt werden. Die Arbeiten an der eigenen Seele kannst du nie als abgeschlossen betrachten, denn einen perfekten Menschen gibt es nicht, Schwachstellen hingegen immer in ausreichender Menge.