undefined. undefined NaN · Freitag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 8,1-3

Evangelium — Lk 8,1-3

Im Tagesevangelium wird angemerkt, dass auch Frauen Jesus begleiteten. Das ist erstaunlich für eine Zeit, in welcher Frauen vielerorts als zweitrangig betrachtet wurden. Aber Jesus gestattete ihnen, sich ihm anzuschließen, denn er gab den Frauen wieder ihre volle Würde zurück. Jesus stellt damit alle Frauen auf dieselbe Ebene wie die Männer. Er nimmt das erste Wort des Schöpfers auf, das lautet: Beide sind „Bild und Gleichnis Gottes“, nicht zuerst der Mann und dann eine Stufe darunter die Frau! Und so folgen auch heute viele Frauen dem Herrn und sie folgten ihm auch damals auf seiner Wanderschaft. Das bedeutete jedoch nicht, dass sich alle diese Menschen, die mit ihm zogen, seelenverwandt mit ihm gefühlt haben und darum seine Gemeinschaft suchten. Es bedeutete aber auch nicht, dass Jesus nur solche auserwählte, die ihn besser verstehen konnten. In Wahrheit ist Jesus während seines Lebens, zumindest innerlich, immer einsam gewesen. Wirklich neben ihm und zu ihm hat von uns Menschen, außer seiner Mutter und seinem Ziehvater, kaum einer gestanden. Wie stehst du zu Jesus? Abseits, zuschauend oder als Mitläufer? Oder begleitest du ihn auf seinem Weg beim Fischfang? Stehst du abseits von ihm, so frage dich warum. Versuche dann, Jesus zu verstehen, sein Wort in dich aufzunehmen, darüber nachzusinnen und es im Leben umzusetzen. Damit kommst du ihm rasch näher, sodass er dich auch am Pilgerweg durch diese Welt und am Ziel deines Lebens erkennen kann.