undefined. undefined NaN · Kreuzerhöhung

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 3,13-17

Evangelium — Joh 3,13-17

Jesus erklärt dem Nikodemus mit einer Geschichte aus dem Alten Testament das Geheimnis des Kreuzes: Während seiner Wüstenwanderung revoltiert das Volk gegen Moses und somit auch gegen Gott. Es war der langen Wüstenwanderung mit all ihren Entbehrungen überdrüssig und wollte wieder zurück nach Ägypten. Als Mahnung schickt Gott Giftschlangen unter das Volk, das heißt, er überlässt die Menschen ihrem rebellierenden Willen, was zur Folge hat, dass das Gift und das Zerstörerische dieses Willens zum Vorschein kommen. Wieviel dieses Giftes gibt es bereits auf dieser Welt?! In der Mosesgeschichte geschieht in Folge die Rettung der Menschen dadurch, dass eine rettende „Gegenschlange“ aufgestellt wird, ein Holzgestell, an dem eine abgebildete Schlange hängt, auf die zu blicken die Rettung ist. Nikodemus erhält hier ein schattenhaftes Vorausbild von Jesu Kreuzgeheimnis: „Und wie Moses die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat“ (Joh 3,14-15). Zum revoltierenden Volk in der Wüste gibt es Parallelen in unserer Zeit. Wie viele Christen sind bereits des Christentums müde geworden? Wie viele schämen sich, Gläubige zu sein? Und ist es nicht so, dass Ungläubige meist ein vorteilhafteres und bequemeres Leben führen als jene, die sich an Gott halten? Wäre es nicht schöner, ein Leben ohne all die von Gott auferlegten Gebote zu leben? Doch hinter einem ausschweifenden Leben steht die Sinnlosigkeit, oft Einsamkeit und es lauern Abgründe, aus welchen man aus eigener Kraft kaum mehr herauskommt. Wie dürftig ist doch ein Leben ohne Gott und ohne Weisungen des Glaubens!