undefined. undefined NaN · Dienstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 6,12-19

Evangelium — Lk 6,12-19

In seinem öffentlichen Wirken greift Jesus beständig auf die Kraft des Gebetes zurück. Die Evangelien bezeugen, dass Jesus nie sein inniges Gespräch mit dem Vater vernachlässigte. Je mehr er in die Nähe der Menschen eintauchte, desto stärker verspürte er die Notwendigkeit, in die Gemeinschaft mit dem Vater einzutreten. Er taucht damit in die Vertrautheit mit dem Vater ein, also in die Liebe, nach der jede Seele dürstet. Sein Gebet ist das Steuerruder, das für ihn die Route vorgibt. Wenn Jesus betet, lehrt er uns auch das Beten: Ein Tag soll mit dem Gebet beginnen, denn dann werden die täglichen Probleme nicht zu Hindernissen, sondern zu einer Aufforderung Gottes, in den Prüfungen des Lebens, im Glauben und in der Liebe zu wachsen. Das Gebet verleiht darüber hinaus Macht, Negatives in Annehmbares zu verwandeln, in etwas, was man mit Gottes Hilfe zu ertragen lernt, als Kreuz am Kreuzweg. Jedes Gebet sollte zu einem Höhepunkt im Ablauf deines grauen Alltags werden. Auf diese Gebete solltest du dich freuen, weil sie eine Verbindung zu Gott, deinem Vater, darstellen. Und wenn es finster um dich ist, geh hin und bete; so wie Jesus seine ganze dunkle Nacht hindurch gebetet hat. Wenn du das tust, wird Licht deine Finsternis erhellen, graues wird farbenprächtig und du wirst deinen Weg wieder gut erkennen. Im Finstern wirst du stolpern und leicht deinen Weg verfehlen. Im Licht hingegen wirst du selbst zum Licht. Das Gebet ist das Atemholen der Seele.