undefined. undefined NaN · Mariä Geburt

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 1,1-16.18-23

Evangelium — Mt 1,1-16.18-23

Im heutigen Evangelium steht Josef im Mittelpunkt; aber nicht als glücklicher Mensch. Wir haben gehört: Er ist verlobt und plötzlich wird ihm bewusst, dass seine Verlobte schwanger ist, aber nicht von ihm. Welch quälende Situation für Josef. Hat Maria ihn betrogen? Seine Menschenkenntnis will es nicht glauben. Aber die Tatsachen sprechen für sich: Sie ist schwanger! Josef sucht nach Erklärungen, doch er findet keine. Er weiß, dass sie immer nach Gottes Geboten gelebt hat und so auch weiterleben würde. Und sie würde sich nicht von Gott abwenden und sich nicht in Versuchung führen lassen. Also was sollte Josef tun? Was dann folgt, ist staunenswert: Im Traum sieht Josef einen Engel, der ihm sagt, dass das Kind, das seine Verlobte erwartet, nicht von einem anderen Mann sei, sondern vom Heiligen Geist. Soll Josef diesen Traum ernst nehmen? Josef tut es! Er glaubt, da er Gott vertraut. Er ist nun überzeugt, dass Maria nicht fremdgegangen ist. Daher verlässt er – der Aufforderung des Engels entsprechend – Maria nicht und nimmt sie zur Frau. Das ist beeindruckend. Das ist der große Josef den Gott braucht, um sein Volk zur neuen Schöpfung zu führen. So schenkt uns Josef durch sein Verhalten Mut, uns an ihn zu wenden, wenn wir vieles nicht begreifen, wenn wir viele Probleme haben, viele Ängste, viele dunkle Augenblicke, um ihn einfach zu bitten: „Hilf uns, der du weißt, was es heißt, im Finstern zu gehen; du, der du weißt, wie man die Stimme Gottes hört; du, der du weißt, wie man schweigend, auf Gott vertrauend, weitergeht.“