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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 14,25-33

Evangelium — Lk 14,25-33

Viele Menschen folgen Jesus auf dem Weg nach Jerusalem, wissen aber nicht wirklich, was Nachfolge bedeutet. Diese beinhaltet mehr als hinter Jesus herzugehen und zu beobachten, was er macht. Als Nachfolger Jesu muss man selber Initiative ergreifen, um vom Beobachter zum Akteur zu werden. Schleppt man auf dem Weg der Nachfolge einen schweren Sack, voll von materiellen Gütern mit sich, um diese „Schätze“ lediglich für sich selber zu nutzen, wird man Jesus schnell aus den Augen verlieren, denn dann bleiben diese fixiert am eigenen Besitztum. An einer anderen Stelle in der Bibel heißt es dazu: „Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Mk 10,25). Heißt das, dass Reichtum uns den Weg zum Himmelreich versperrt? Nicht unbedingt! Wenn du an deinem materiellen Reichtum hängst, Geld hortest um des Geldes willen, damit prahlst und es nur zur Selbstverwirklichung einsetzt, dann kann es schon geschehen, dass dein Weg vor der Himmelstüre endet. Wenn du hingegen deinen materiellen Überfluss dazu einsetzt, den Mangel von anderen auszugleichen, dann kann sich für dich die Himmelstüre öffnen. Es kommt nur auf deine Einstellung zum Geld und zu deinem Nächsten an. Die Güter dieser Welt sind für uns alle gedacht, nicht nur für einige wenige. Wenn du daher mit deinem Reichtum die Armut bekämpfst, dann wird dein Weg hinter der Himmelstüre sicherlich weitergehen. Wenn du dabei deinen Reichtum verlierst, wirst du einen anderen Reichtum erhalten: unendlich viele Tage beim Herrn.