undefined. undefined NaN · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 5,1-11
Nach einer Predigt am See Gennesaret forderte Jesus Petrus auf, noch einmal auf den See hinauszufahren, um Fische zu fangen. „Fahr weiter hinaus“, sagte Jesus zu Petrus. Dabei hatten Petrus und seine Gefährten eine ganze Nacht hindurch vergeblich versucht, etwas zu fangen, waren sicherlich enttäuscht, müde und wollten ihre Ruhe. Und nun sagt Jesus zu ihnen: „Versucht es noch einmal, fahrt hinaus! Lasst nicht locker in euren Bemühungen! Versucht es noch einmal, doch diesmal anders als zuvor.“ „Fahrt weiter hinaus!“. Diese Forderung Jesu trägt eine tiefere Bedeutung in sich, als es im ersten Augenblick zu sein scheint. Jesus möchte uns sagen, dass wir als Christen nicht am Ufer der schlammigen Weltlichkeit verhaftet bleiben sollen, der Weltlichkeit mit ihrer Unkultur des Dunklen, der Gier nach Macht, Ansehen, Prestige, der Prinzipienlosigkeit, des Mitschreiens mit den Stimmen der Welt. Als Christen sollen und müssen wir uns von diesem Ufer abstoßen, denn dort gehen die Wogen so hoch und ist die Brandung so laut, dass wir unseren Nächsten nicht mehr sehen und die Stimme Gottes nicht mehr hören können. Christsein bedeutet daher, das harte, steinige, oft wilde Ufer der Unmenschlichkeit hinter uns zu lassen und im Boot des Glaubens, das uns sicher über die höchsten Wellen trägt, tief in den Ozean der Menschlichkeit hineinzufahren.