undefined. undefined NaN · Montag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 4,16-30
Bei Lukas beginnt Jesu Wirken in Galiläa mit einer Predigt in seiner Heimatstadt Nazaret. Die Menschen in der Synagoge staunten vorerst über seine Lehre. Doch bald wandelte sich dieses Staunen in eine feindselige Haltung, denn sie kannten diesen Jesus, den Sohn des Zimmermanns, und ausgerechnet dieser maßte sich an, ihnen Unglauben vorzuwerfen? Jesus war nicht überrascht über sein Scheitern in Nazaret und bestätigte dies mit den Worten: „Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt“ (Lk 4,24). War Jesus nun ein Prophet oder wer war er? Eine grundlegende Frage. Ich hoffe, wir alle haben eine passende Antwort darauf. Wer ist dieser Jesus für uns, für mich? Jesus selbst ist sich jedenfalls bewusst, wer er ist. Darum sagt er: „Der Geist des Herrn ruht auf mir! Denn der Herr hat mich gesalbt“. Die Salbung ist hier als Zeichen der Bevollmächtigung Gottes zu verstehen. Bevollmächtigung wofür? Jesus gibt selbst die Antwort darauf: „…damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze“ (Lk 4,18b). So erfüllt sich, was schon der Prophet Jesaja prophezeit hatte: Jesus ist der Gesalbte, der den Armen das Evangelium predigt. Auch uns Armen predigt er dieses Evangelium. Uns allen, die wir so arm sind an Liebe, so arm an guten Werken, so arm am Glauben. Und er verkündet uns die frohe Botschaft, dass er uns reich machen möchte. Reich an ewigem Leben, ohne Kummer und Leid. 02. Dienstag 4,31-37 In Kafarnaum besuchte Jesus an einem Sabbat die Synagoge, um die Menschen zu lehren. Viele fromme Juden waren dort versammelt sowie auch ein von einem Dämon Besessener. Dieser Dämon erkannte, im Gegensatz zu den Menschen in der Synagoge, die wahre Identität Jesu und schrie: „Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!“ (Lk 4,34c). Jesus trieb den Dämon aus dem Besessenen aus und viele Menschen wurden Zeugen dieses Geschehens. Wie viele Christen besuchen im Gegensatz zu früher noch regelmäßig die Sonntagsgottesdienste? Was hält sie davon ab? So wie damals in der Synagoge hört man auch heute viele Menschen rufen: „Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?“ Dabei glaube ich nicht, dass diese Menschen von einem Dämon besessen sind; sie kennen ganz einfach Jesus nicht, weil sie von ihm kaum etwas gehört haben. Religionsunterricht? – Da kann man sich abmelden! Sonntags den Tag des Herrn feiern? – Da möchte ich lange schlafen; und außerdem ist mir das Geschehen in der Kirche zu langweilig! Kann eine Verbindung zu und mit Gott langweilig sein? Suchen wir nur noch kurzweilige Unterhaltungen? Sind wir nicht mehr zu einem Dank gegenüber demjenigen bereit, der uns das ewige Leben schenken wird? Wie verblendet sind wir doch! Begreifen wir nicht, was und wer wir sind? Besinne dich auf das Wesentliche: Du bist nur Gast auf dieser Erde; alles was darüber hinaus noch kommen kann, liegt in deinen Händen. Kehr um, noch hast du Zeit dazu. Wie lange du dafür noch Zeit hast, weißt du nicht.