undefined. undefined NaN · Sonntag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 14,1.7-14
Jesus kennt keine Berührungsängste. Er nimmt gern Einladungen zum Essen an, egal von wem sie auch kommen. Er differenziert nicht, welcher Richtung und Gesellschaftsschicht seine Gastgeber angehören. So kam er auch eines Tages in das Haus eines führenden Pharisäers. Da beobachtete man sein Tun und sein Verhalten ganz genau, aber auch Jesus beobachtete und sah das Gerangel um die Ehrenplätze beim Mahl. Er konnte es sich dabei nicht verkneifen, Ratschläge zu erteilen. Einer davon lautete: „Wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein.“ Geraten wir nicht auch oft in Versuchung, zu einem Gastmahl prominente Menschen einzuladen, ihnen Ehrenplätze zuzuweisen, um sich mit ihnen zu zeigen? Oder wir bleiben bei Einladungen unter unseresgleichen – das ist durchaus etwas Gutes. Es soll nur nicht alles sein. Wir sollen auch an den Rand der Gesellschaft blicken und uns fragen, ob wir gern mit jenen zusammen sind, die uns nichts geben können, sondern auf unsere Gastfreundschaft angewiesen sind. Besuchen wir Kranke oder geben wir jenen etwas, die nichts haben, arbeitslos oder verstoßen sind bzw. kein Zuhause mehr haben? Oder bevorzugen wir lediglich die Gesellschaft des Wohlstandes? Genau darum erinnert uns Jesus daran, unser Herz den Ärmsten und Schwächsten auf dieser Welt zu öffnen, so wie er es selbst getan hat. Das ist der einzige Weg, der zum Ziel führt, zu unserem Vater im Himmel, der geduldig auf uns wartet, um uns in seine Arme zu schließen und uns an seinem Reich teilhaben zu lassen.