undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 23,13-22

Evangelium — Mt 23,13-22

In den Wehe-Rufen gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer geht Jesus mit diesen hart ins Gericht. Nach Jesus führen diese ein Doppelleben: Sie predigen die Wahrheit, leben aber selbst nicht danach. Sie lehren nichts Schlechtes. Sie lehren Dinge, die sie gelernt hatten – in der rabbinischen Schule, der Universität jener Zeit. Sie lasen und studierten die Tora, doch sie erreichen die Menschen nicht, da ihr Herz nicht bei der Sache ist. Sie lehren vom Lehrstuhl aus und nicht in der harten Realität des Lebens. Sie lieben es, in der Synagoge gesehen zu werden und sich in prächtigen Gewändern in der Öffentlichkeit zu zeigen. Doch sie gehen nicht dorthin, wo man gewohnt war, Jesus anzutreffen. Aus diesen Gründen folgten nun viele Menschen Jesus, weil er ihre Nöte sah, erkannte und etwas dagegen unternahm. Sie hörten auf seine Worte, weil sie aus dem Herzen kamen und genau ins Herz trafen. Jesus lehrte mit Vollmacht. Er verstand die Probleme der Menschen, ihre Schmerzen und sogar ihre Sündhaftigkeit, welcher er mit den Worten: „Sündige nicht mehr!“ begegnete. Jesus war der besondere Hirt. Er hatte Vollmacht durch seine Nähe zu Gott, durch sein Gottwesen, durch sein Zugehen auf die Menschen und durch seine göttliche Barmherzigkeit. Er mied nicht die Verlorenen, er ging auf sie zu und bot Rettung an, wo ansonsten niemand mehr helfen konnte. Wehe den Menschen, die diesen Weg verabscheuen und nicht gehen wollen. So gelten diese Wehe-Rufe Jesu auch heute noch und wir sollten uns manchmal fragen, ob sie nicht auch uns gelten.