undefined. undefined NaN · Dienstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Mt 23,23-26
Jesu Polemik gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer wird mit Mahnungen und Warnungen an uns verbunden, die Verhaltensweisen so mancher aus diesem gebildeten Kreis nicht zu übernehmen oder nachzuahmen. Denn es finden sich darin – und das ist nur allzu menschlich – ein Hang zum Stolz, zur Selbstdarstellung und zu einer selbstverständlichen Inanspruchnahme von Ehrungen. Jesus mahnt, diese Haltungen abzulegen, denn wir alle sind vor Gott Geschwister und keiner ist besser als der andere. Jesus kritisiert das Verhalten derjenigen, die sich in der Öffentlichkeit als Musterschüler im Glauben zeigen, sich aber in Wahrheit Gottes Gebote nach ihren eigenen Erfordernissen zurechtlegen. Sie dürfen sich damit eigentlich keine Berechtigung zum Lehren ausstellen, da Gottes Worte nicht so tief in ihnen verwurzelt sind, um aus diesem Schatz heraus, Gottes Lehre im Leben glaubwürdig zu vertreten. Denn wie kann man anderen etwas beibringen, wenn man selbst nicht das halten und glaubwürdig vermitteln kann, was von einem als Lehrer erwartet wird? Als schwache Menschen können wir aber trotzdem etwas tun: Die Lehre Jesu in unser Herz aufnehmen und sie für uns selbst und andere leben. Aber nicht als Lehrer, sondern als Zeugen des Glaubens, denn nur einer ist unser Lehrer – Jesus Christus.