undefined. undefined NaN · Sonntag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 12,49-53

Evangelium — Lk 12,49-53

Jesus ist nicht gekommen, um den Frieden, sondern Feuer auf die Erde zu werfen und damit Spaltung zu bringen, so sagt es uns das heutige Evangelium. Diese Aussage ist nicht leicht zu verstehen, denn Feuer und Schwert waren nicht der Weg Jesu. Das Feuer, das Jesus auf die Erde wirft, ist sein Geist, der Menschen bewegt und „befeuert“: Der Heilige Geist. Er ist das Feuer der Liebe, der Gerechtigkeit, der Vergebung und der Barmherzigkeit. Wer auch immer sich für dieses Feuer einsetzt, weiß, dass es oft auf Widerstand und Spaltung stößt. Die zwölf Apostel und ihre Nachfolger haben dieses Feuer bereits bis an die Enden der Erde getragen. Sie haben damit eine neue Lichtspur Gottes durch die Welt gezogen und mit dieser heiligen Flamme die Erde verändert. Das Feuer, das sie brachten, war aber keine Brandfackel, wie sie die Eroberer, Machthaber oder Diktatoren in die Welt hineinschleudern. Gottes Feuer, das Feuer des Heiligen Geistes, ist anders. Es ist das Feuer des Dornbusches, das brennt, aber nicht verbrennt. Dieses Feuer zerstört nicht, sondern legt in uns die verdeckte Wahrheit und die verschüttete Liebe frei und macht uns zu dem, der wir sein sollten. Dieses Feuer befreit uns von allem Übel in und an uns. Brennt dieses Feuer, die Flamme des Glaubens, bereits in dir? Sie wurde in dir entzündet, wenn in dir die Freude am Glauben lebt und wenn du, Tag für Tag, in großer Geduld und Demut, Güte und Beständigkeit deinem vielleicht oft schweren Leben standhältst. Hast du diese Flamme in dir, so lass sie lebendiger und mächtiger werden, indem du sie an andere weitergibst