25. Juli 2025 · Freitag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium – Mt 20,20-28
Jesu Kelch ist sein Schicksal. Es ist der Kelch des Lebens, des Leides und des Todes, aber auch zugleich der Kelch des Heils. Jesus hat bereitwillig diesen Kelch aus des Vaters Hand angenommen. Doch auch ihm fiel es schwer, in der letzten Nacht seines irdischen Lebens, diesen Kelch ohne weiteres zu akzeptieren: „Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst“ (Mt 26,39). Für niemanden ist es leicht, den Kelch des Lebens bis zum letzten Tropfen zu lehren, denn geht der Wein im Kelch zur Neige und ist er zuletzt verbraucht, wandelt sich der Kelch zu demjenigen des Leids und dann zu dem des Todes. Mit Jesu Kreuzestod und seiner Auferstehung am dritten Tag wird aber der für uns zuletzt bittere Kelch zum süßen Kelch des Heils. Denn die Auferstehung Jesu hat den leeren Kelch mit neuem Wein gefüllt, einem Wein, der niemals mehr ausgehen wird und an welchem wir uns auf ewig erfreuen werden. Wir erhalten diesen neuen Kelch aber nur dann, wenn wir zuvor, so wie Jesus, aus dem Kelch des Leids und des Todes getrunken haben. So wird Jesu Kelch auch zu einem Kelch der Befreiung von Schuld, zu einem Kelch der besonderen Gnade Gottes und einem Gefäß, welches Gemeinschaft mit Gott spendet.