24. Juli 2025 · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium – Mt 13,10-17
Viele Menschen in Israel waren zu Jesu Zeit taub geworden und ihre Ohren nicht mehr für Gottes Stimme empfänglich. Viele weigerten sich hartnäckig, mit ihren Augen zu sehen, denn sie wussten, dass ihre Herzen verstockt waren und sie beim Zugeständnis ihrer Schuld Buße tun müssten. Die Jünger Jesu hingegen durften sehen, zwar so wie alle anderen auch, doch im Gegensatz zu diesen sahen sie tatsächlich. Die Propheten und viele andere gerechten Männer des Alten Testamentes hatten sich danach gesehnt, die Ankunft des Messias erleben zu dürfen, doch wurde ihr Wunsch nicht erfüllt. Als Christen sind wir verpflichtet, zu sehen und zu hören. Wir sind verpflichtet, den Mangel und die Not unserer Nächsten zu sehen und wir sind verpflichtet, die stummen Hilfeschreie unserer Geschwister zu hören. Dieses Sehen und Hören muss in das christliche Herz eindringen, um daraus die Bereitschaft wachsen zu lassen, im Sinne der Nachfolge Jesu zu handeln. Sehen sollen wir, hören sollen wir und handeln sollen wir! Richtest du dich danach, hat der Herr in dir eine Wohnstätte gefunden und du hast eine feste Beziehung zu ihm. Diese wird deinen Tod überdauern und im ewigen Leben zur Vollendung gelangen. Arbeite täglich daran, diese Beziehung zu Jesus in dir zu vertiefen. Du wirst sehen, dass es immer ein „noch tiefer“ gibt.