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19. Juli 2025 · Samstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 12,14-21

Evangelium – Mt 12,14-21

Jesus heilt an einem Sabbat in der Synagoge die verdorrte Hand eines Mannes. Die anwesenden Pharisäer fassen daraufhin – wegen Jesu Übertretung des Sabbatgebotes – den Beschluss, ihn umzubringen. Doch dieser kann sich ihnen entziehen, heilt weiter, verbot aber allen davon zu berichten, damit sich die Verheißung des Jesaja über den von Gott eingesetzten und erwählten Knecht erfüllen könnte. Wer ist dieser Knecht, von dem im ersten Lied vom Gottesknecht bei Jesaja 42,1-9 berichtet wird? Das Evangelium offenbart ihn uns: Es ist Jesus von Nazaret, der bei seiner Taufe zum Messias erklärt wird – das heißt, zum König der Welt. Die Taufe im Wasser des irdischen Flusses wird zusammen mit der kundgetanen Sohnschaft Jesu zum Symbol des Leidens, des Todes und des Heils. Sie erklärt darüber hinaus die polare Stellung Jesu als Knecht und zugleich als König, denn seine Herkunft fordert jenen Dienst, der im „Leiden aus Liebe“ verwirklicht wird. Bei der Erfüllung dieser Pflicht wird Jesus gemäß Mt 12,20 das geknickte Rohr nicht brechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen. Er wird nicht richten, sondern aufrichten, Weisung geben und Befreiung bringen. Er handelt damit so, wie es den Rechtsordnungen der Welt widerspricht. Im Zitat des heutigen Evangeliums finden wir eine Art Zusammenfassung der Frohen Botschaft: Gott sendet seinen Knecht, um den Menschen das Heil zu bringen. Sind wir bereit, dieses Heil zu empfangen? Richten wir unser Leben nach dem verheißenen Ziel aus? Ist Jesus unser Herr?