Zum Inhalt springen

18. Juli 2025 · Freitag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 12,1-8

Evangelium – Mt 12,1-8

Am Weg durch Galiläa verschärft sich der Konflikt zwischen Jesus und seinen Gegnern. An einem Sabbat ging Jesus durch die Kornfelder und seine Jünger hatten Hunger, sie rissen Ähren ab und aßen davon. In den Augen der Pharisäer war dies, nach ihren traditionellen Sabbatregeln, bereits Arbeit und verpönt. Jesus weist sie zurecht, er sagt: „Gott fordert nicht Opfer, sondern möchte Erbarmen. Am Sabbat soll man Gutes tun und der Sabbat ist nicht dazu da, den Menschen Nahrung und Hilfe zu verweigern. Die Sabbatvorschriften der Menschen gehen bereits weit über das hinaus, was Gott von uns möchte. Sein Anliegen ist die Barmherzigkeit und nicht die Hartherzigkeit“. Lass dich von der Barmherzigkeit Gottes anstecken, sie kann dein Herz wandeln. Diese Barmherzigkeit lässt dich Liebe erfahren und befähigt dich damit selbst zur Barmherzigkeit. Die Liebe ist die stärkste Kraft im Universum. Sie umfasst alles und alle und ist stärker als der Tod. In Verbindung mit ihr kannst du deine eigene Entfremdung überwinden und zur Herzmitte des Evangeliums vordringen, der Gotteserkenntnis in der barmherzigen Liebe. Die Barmherzigkeit drückt sich aus – wie es Jesus am Kreuz bewiesen hat – durch Erbarmen, Vergebung und Hingabe. Und das ist „Das Opfer, das Gott gefällt“ (Ps 51,19). Bei einer solchen Einstellung werden deine Gebete, Entsagungen, Spenden und Opfer zu Trägern der Barmherzigkeit. Denn Gott erwartet von dir nicht äußere rituelle Opfer, sondern Opferbereitschaft von dir selbst, d.h.: Barmherzigkeit.