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17. Juli 2025 · Donnerstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 11,28-30

Evangelium – Mt 11,28-30

Wer kennt sie nicht, die Enttäuschungen im Leben. Auch Jesus kannte sie. Doch wie ist er mit ihnen umgegangen und wie kann es uns gelingen, schwere Enttäuschungen, großes Leid, nicht nur gut zu überstehen, sondern dadurch nicht die Freude am Leben zu verlieren? Das heutige Evangelium schenkt uns ein beeindruckendes Zeugnis dafür, wie Jesus mit dem Schmerz seiner Enttäuschungen fertig geworden ist: Er wendet sich im Gebet, im Lobpreis, an seinen – unseren – Vater. Er dankt ihm von ganzem Herzen für alles und findet damit seinen Frieden, auch wenn er bei den Menschen auf Ablehnung stößt. Er weiß sich geborgen beim Vater und dies hilft ihm, seine innere Ruhe zu bewahren und nicht zu verzweifeln. Die Nähe des Vaters schenkt ihm seinen Frieden. Und Jesus ist sich der Nähe des Vaters bewusst. Wie sehr bist du dir der Nähe des Vaters oder der Nähe Jesu bewusst? Von sich aus verlassen beide nicht die Nähe zu dir. Aber aus eigenem Verschulden kannst du rasch dieser Nähe verlustig werden, wenn du dich in die Fremde begibst, dich in das Weltliche hineinstürzt und dabei deine wahre Heimstätte vergisst. Der Weg zurück kann für dich allerdings ein mühsamer werden. Du wirst dabei Dinge erkennen, wenn du dein Herz öffnest, die dich nicht erfreuen werden: Armut, Einsamkeit, Hilfsbedürftigkeit, etc. sowie auch Eigennutz, Egoismus und Krieg. Ertragen kannst du die Strapazen dieses Weges nur, wenn du auf dem Weg Jesu bleibst, ihm nachfolgst bis zum auf dich wartenden Vater. Bei ihm wirst du deinen Frieden finden und der Lockruf der Welt wird dich nicht mehr in seinen Bann ziehen können.