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16. Juli 2025 · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 11,25-27

Evangelium – Mt 11,25-27

Das heutige Evangelium schenkt uns Einblick in das persönliche Gebet Jesu. Was er da sagt, scheint uns vorerst einmal unverständlich und schwer nachzuvollziehen. Er preist den Vater, weil nicht die Weisen, sondern die Unmündigen die Offenbarung empfangen haben – nicht die Ausleger der Schrift, sondern einfache Menschen, Fischer, Frauen, Arme und bekehrte Sünder. Warum ist das so? Wenn wir in den Worten Jesu weiterlesen, erhalten wir den Grund dafür: „… niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn es offenbaren will“ (Mt 11,27). In den Willen des Sohnes tritt nur jener ein, der eins ist mit diesem Willen, der eins sein möchte mit dem Sohn. Für den erschließt sich die Offenbarung. Wer sich hingegen die Welt selbst schafft, nichts von Gott empfangen möchte, dem bleibt der Wille des Sohnes verschlossen. Dort herrscht der „Gegenwille“, der sich selbst verschließt und sich selbst zu Gott machen möchte. Es liegt nun an dir, dich zu entscheiden, ob du dich in den Willen des Sohnes hineinbegibst oder deinen eigenen Willen lebst. Es ist dies die große Grundentscheidung, vor welche uns das Evangelium stellt.