15. Juli 2025 · Dienstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium – Mt 11,20-24
Dieses „Weh dir!“ galt den galiläischen Städten Chorazin, Betsaida und Kafarnaum, in denen sich viele Menschen, trotz der zahlreichen Wundertaten Jesu, nicht dem von Jesus verkündeten Glauben zugewandt hatten. Jesus war zutiefst enttäuscht. Seine Anklage bestand darin, dass die Menschen in diesen Orten seine Machttaten – seine Wunder – nicht als Anlass zur Umkehr sahen, wobei das Ziel dieser Wundertaten von Anfang an die Umkehr zum Glauben und wahren Glaubensleben war. Diese Wunder waren ein zielgerichteter Teil von Jesu Verkündigung, doch blieben sie in der Regel bei der Bevölkerung dieser Städte wirkungslos. Jesus meinte auch, wenn hingegen die heidnischen Städte Tyrus, Sidon oder Sodom seine Wunder erlebt hätten, die Menschen dort längst ihre Sünden in Sack und Asche betrauert und den Willen zur Umkehr gezeigt hätten. Diese Wehe-Rufe Jesu kann man aber auch heute noch vernehmen, weil viele vom Glauben abgefallen sind, obwohl sie sich Christen nennen. Wie definierst du die Qualität deines Glaubens? Gelten diese Wehe-Rufe vielleicht auch dir? Wie ernst nimmst du es mit der Nachfolge? Jesus gibt dir noch eine Chance! Verpasse sie nicht und sichere dir den Zugang zum Reich Gottes.