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14. Juli 2025 · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 10,34-11,1

Evangelium – Mt 10,34-11,1

Am Weg nach Jerusalem klärt Jesus abermals ein Missverständnis: Nachfolge ist weder friedlich noch um jeden Preis „familienfreundlich“. Was Jesus in Bezug auf die Nachfolge von jedem von uns erwartet, ist absolute Freiheit von sich selbst, von den eigenen Begierden, vom Egoismus und der Abhängigkeit von weltlichen Wertvorstellungen. Diese Freiheit ist notwendig, um nicht das wahre Leben zu verlieren: Das von Gott jedem Menschen geschenkte und für die ewige Vollendung im Reich Gottes gedachte Leben. Schwer ist es, dieses Leben zu finden und zu erlangen, aber leicht, es zu verlieren. Jesus definiert das erstrebenswerte Leben nicht als ein ausschließlich weltliches Dasein mit dem primären Ziel, es voll mit all seinen Angeboten und Vorteilen auszukosten. Das Leben hat auch Schattenseiten und viele Menschen leben dort, meist unfreiwillig und leidend. In solchen Situationen sind wir als Christen gefragt und gefordert. Wenn wir Jesus tatsächlich nachfolgen wollen, müssen wir uns von der Sonnenseite abwenden und uns in die dunklen Bereiche menschlichen Leids hineinbegeben. Erfüllst du dort als Christ deine Pflicht, wirst du, so wie Jesus es gesagt hat, das wahre Leben finden und in Besitz nehmen können.