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10. Juli 2025 · Donnerstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 10,7-15

Evangelium – Mt 10,7-15

Jesus sendet seine zwölf Jünger zur Mission aus und schickt sie in jene Orte, in die er selbst gehen wollte. Es wird dies für sie zu einem Kennenlernen dessen, was sie nach der Auferstehung des Herrn mit der Kraft des Heiligen Geistes selbst tun sollen. Der Mittelpunkt ihrer missionarischen Tätigkeit bleibt dabei der Herr, die Weitergabe seines Wortes und die Fortführung seiner Taten. Die Apostel sollten dabei nichts Eigenes verkünden, sondern als „Gesandte“, als Boten Jesu, sprechen und handeln. Diese Episode aus dem Evangelium betrifft auch uns als Getaufte. Wir alle sind berufen, in den verschiedenen Umfeldern des Lebens das Evangelium Christi zu bezeugen, denn der Auftrag Jesu: „Geht, verkündigt, macht alle Völker zu meinen Jüngern!“, galt nicht nur den Aposteln damals, sondern gilt auch uns heute noch. Dieser Auftrag beinhaltet neben der Verkündigung des Wortes auch das „Dienen“. So bringt die Evangelisierung mit der Verkündigung auch das Dienen mit sich. Fehlt der Aspekt des Dienens, könne es zwar den Anschein haben, dass es sich um Verkündigung handle, doch sie ist es dann nicht mehr. Der Weg des Dienens ist die beste Medizin gegen die Selbstsucht, die Selbstbezogenheit und das Karrieredenken. Wenn du aus freiem Herzen heraus dienst, dann bezeugst du Liebe zum Herrn und deinen Nächsten. Das ist Brüderlichkeit und die Regel Jesu sowie des gesamten Evangeliums: „Dient einander und hütet euch davor, zu herrschen! Die Herrscher unterdrücken ihre Völker, aber bei euch soll es nicht so sein. Der Größte muss dem Kleinsten dienen!“