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9. Juli 2025 · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 10,1-7

Evangelium – Mt 10,1-7

Wir können nur dann zu Missionaren werden, wenn wir als Zeugen Jesu leben, das Gute tun und das Böse unterlassen. Das Böse zu tun bedeutet, dass wir unser Leben, das wir von Gott erhalten haben, begraben. Doch dazu haben wir es nicht erhalten – wir haben es bekommen, um es einzusetzen. Wenn unser Leben aus Unterlassungen besteht, verleugnen wir unsere Berufung. Die Unterlassung ist das Gegenteil der Mission. Wir sündigen gegen die Mission, wenn wir der Resignation nachgeben und sagen: „Ich schaffe das nicht, ich bin dazu nicht in der Lage!“, und wir sündigen gegen die Mission, wenn wir unser Leben als Last und nicht als Geschenk leben, wenn wir mit unseren Mühen im Mittelpunkt stehen und nicht unsere Nächsten, die darauf warten, geliebt zu werden. Der ursprüngliche Missionsauftrag Jesu an seine Jünger erstreckte sich ausschließlich auf Israel. Später wird er zu ihnen sagen: „Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern …“ (Mt 28,19). In diesem Sinn sind auch wir gerufen, unserer Mission keine Grenzen zu setzen. Aber wir brauchen nicht weit zu reisen, um verlorene Schafe zu finden. Solche gibt es unzählig viele. Am verlorensten sind jene, die von der Gesellschaft abgesondert oder ausgegrenzt sind: Obdachlose, Gefangene und Menschen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen. Suche diese Personen in ihrer Einsamkeit auf und bringe ihnen die frohe Botschaft, denn viele von ihnen kennen sie noch nicht. Versuche, sie mit der stillen Kraft der tätigen Liebe, in die Gemeinschaft mit dem Herrn einzuladen.