undefined. undefined NaN · Mittwoch
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Mt 7,15-20
Jesus warnt uns vor falschen Propheten, die uns täuschen und verführen wollen. Sie kommen in Schafskleidern, inwendig sind sie jedoch reißende Wölfe. Sie tarnen sich, sie präsentieren sich als demütig, milde, freundlich, liebenswürdig, so, als interessierten sie sich für uns und hätten uns etwas anzubieten, das zu unserem Vorteil ist. Doch in Wahrheit wollen sie nur sich selbst dienen. Wie können wir uns vor solch falschen Propheten schützen? Jesus erklärt dazu: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“. Lassen wir uns nicht täuschen von Angebern, Prahlern und solchen, die in Wahrheit nur reißende Wölfe sind. Wie kann uns das gelingen? Catarina von Siena schrieb dazu: „… Ihr könnt in keinerlei Täuschung fallen, sofern ihr euch an das Licht der geistigen Einsicht haltet“ – Einsicht in die Dinge mit der Kraft des Heiligen Geistes, der uns lehrt, Gutes von Bösem zu unterscheiden: „Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte“ (Mt 7,17). Wie schwer fällt es uns, nur gute Früchte zu bringen. Wie kann uns das gelingen? Der Nährboden dafür, in dir und aus dir, ist das Wort Gottes. Um Frucht zu bringen, muss dieses Wort in deiner Tiefe Wurzeln schlagen, das heißt, es muss deine Bereitschaft finden, es aufzunehmen und zu befolgen. Doch es reicht nicht, sich nur eine Zeitlang dem Wort Gottes zuzuwenden; ein gelegentliches Hineinschauen in die Heilige Schrift reicht nicht. Damit du das Wort verstehst, verlangt es die ernsthafte und beständige Auseinandersetzung mit ihm. Schenke dem Wort ein wenig von deiner Zeit, dann wird es selbst zu einem großen Geschenk für dich.