undefined. undefined NaN · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 6,1-6.16-18

Evangelium — Mt 6,1-6.16-18

Jesus lehrt uns heute die richtige Art und Weise zu beten: in Abgeschiedenheit, in Ruhe und völliger Hinordnung zum Vater, im festen Glauben an seine Anwesenheit. Fehlt dir dieser Glaube, so wird das Gebet zu einem leeren Gebet, zu einer den Sinn verlorenen Aneinanderreihung von Buchstaben und Wörtern. Wir müssen uns im Gebet stets bewusst sein, dass Gott da ist, dass ich jederzeit mit ihm sprechen kann und er in der Lage ist, mein Problem zu lösen. Doch soll es im Gebet nicht ausschließlich um das „Ich“ gehen, darum, was ich alles an Gutem getan habe und tue, wie ich mich von allen anderen unterscheide. Unser Gebet muss auch von Demut getragen sein, wobei uns unsere Kleinheit vor Gott sowie unsere Schuldhaftigkeit und die Unfähigkeit, uns selbst zu erlösen, bewusst werden muss. Aus diesem Grund sollte unser Gebet mit der harten Realität beginnen: „Herr, ich bin ein Sünder!“ und jede Rechtfertigung unseres falschen Verhaltens im Leben ausgeschlossen bleiben, denn sich zu rechtfertigen bedeutet, stolz zu sein – sich selbst zu erhöhen. Vielleicht glauben wir, dass Gebete nichts bewirken. Und doch verwandelt das Gebet die Wirklichkeit, indem wir Fürbitten aussprechen und zugleich unser Herz für diese Bitte zum Schlagen bringen. Ein warmes Herz ist der beste Ausdruck der sich im Leben manifestierenden Liebe. So gelangt das Gebet zur Vollendung, wenn es im Leben in der Liebe zu unseren Nächsten sichtbar wird.