undefined. undefined NaN · Dienstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Mt 5,43-48
Eine Antithese aus Jesu Bergpredigt (Mt 5-7) lautet: Sei vollkommen! Schaffst du das? Schaffen wir das als Menschen? Ich meine, Jesus fordert hier zu viel von uns. Doch wie könnte diese Forderung von Jesus sonst gemeint sein? Mit den Antithesen der Bergpredigt widerruft und korrigiert Jesus teilweise das, was Gott dem Moses am Sinai gesagt hatte. Doch Jesus hebt damit nicht den Willen des Vaters auf, er stellt sich nicht über diesen, er zeigt die Notwendigkeit einer Neuorientierung des Menschen, hin zur Liebe am Nächsten, aus welcher erst ein gerechtes Handeln erfolgen kann. Wenn Jesus sodann zur Vollkommenheit auffordert, meint er damit, etwas mit ganzem und ungeteiltem Herzen zu sein und zu tun. Die Menschen sollen durch uns das Kommen Gottes spüren. Wir sollen Gott ähnlich werden. Wir sind seine Kinder und nach seinem Ebenbild geschaffen. Da Gott vollkommen ist, sollen wir uns bemühen, dieser Vollkommenheit des Vaters näher zu kommen. Worin besteht diese Vollkommenheit? Gottes Vollkommenheit besteht in seiner Barmherzigkeit und Güte sowie in der Abkehr von weltlichen Wertvorstellungen und Egoismen. Wie nahe bist du schon an diese Vollkommenheit herangekommen? Bemühe dich, jeden Tag einen kleinen Schritt weiter voranzukommen, das Ziel wirst du dabei immer vor Augen haben, aber auf dieser Welt und in deiner Menschlichkeit wirst du es nie erreichen. Denn du bist nur Gottes Ebenbild und als solches kannst du nicht göttlich sein.