undefined. undefined NaN · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Mt 5,20-26
Was ist Gerechtigkeit? Die vollkommene Gerechtigkeit besteht darin, dass sie ausgleichend und selbstlos gebend ist. Jesus hat diese Gerechtigkeit, die für uns so schwer zu realisieren ist, im Geist Gottes gelebt. Uns hindert daran nicht selten unser Egoismus und deshalb warnt Jesus vor der bis in die Wurzel des Menschenwesens hinabreichende Eitelkeit, Selbstgefälligkeit und Selbstsucht. Gottes Gerechtigkeit ist stets damit verbunden, etwas zu geben, was fehlt. Dabei bedient er sich uns, die wir in der Lage sind zu geben. Jeder von uns kann vieles geben, es muss sich dabei nicht immer um materielle Zuwendungen handeln. Oft fehlt es vielen bereits an Grundbedürfnissen des menschlichen Daseins: Zuwendung, Liebe, Empathie, Anerkennung und respektvolle Einbeziehung in das Leben der Gesellschaft. Das alles können wir jederzeit geben. Zu diesem Geben sagt uns Jesus: „Wenn du gibst oder dich verschenkst, sollst du dies so tun, dass es außer Gott, keine Nichtbetroffenen sehen. Gibst du, um gesehen zu werden, dann hast du deinen Lohn schon erhalten. Nicht einmal vor dir selbst sollst du deine Gerechtigkeit hervorheben und ins Licht der Selbstschätzung stellen. Das Gute, das du tust, hat seinen Sinn bereits in sich selbst. Bedrohe nicht den sittlichen Wert deiner Nächstenliebe mit dem Lohngedanken. Übe dich in Demut, denn auch im Tun des Guten stehst du unter Gottes Urteil.“