undefined. undefined NaN · Mittwoch
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Mt 5,17-19
In der Bergpredigt spricht Jesus von der Erfüllung des Gesetzes, wie wir es erfüllen müssen und wie wir dies tun sollen. Jesus will uns helfen, den Gesetzen Gottes, übermittelt durch Moses, näherzukommen, denn nur in Erfüllung dieser Gesetze erlangen wir Freiheit von unseren Leidenschaften und Sünden. Menschen, die ihre Leidenschaften nicht zügeln können, fehlt die Erfüllung des Gesetzes. Wenn man den Versuchungen und Leidenschaften des Lebens nachgibt, ist man nicht mehr Herr und Meister seines eigenen Lebens, sondern wird unfähig, es mit Willenskraft und Verantwortung zu bewältigen. Jesus ist nicht gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Mit seinen Worten: „Ich sage euch …“, bringt er uns Antithesen zu den Gesetzen. Doch hebt er damit die Vorschriften nicht auf, sondern erläutert den vollen Umfang ihrer Bedeutung und zeigt, in welchem Geist sie zu beachten sind. Er möchte, dass wir das Gesetz im Herzen annehmen und verstehen lernen, was Nächstenliebe tatsächlich bedeutet: Sie ist die lebenswichtige Grundlage aller zwischenmenschlichen Beziehungen. Jesus weiß, dass es nicht leicht ist, die Gebote auf diese Weise zu leben. Deshalb bietet er uns seine Hilfe an: Er ist nicht nur in die Welt gekommen, um das Gesetz zu erfüllen, sondern auch, um uns seine Gnade zu schenken, damit wir Gottes Willen tun können, indem wir ihn und unsere Brüder und Schwestern lieben.