undefined. undefined NaN · Dienstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 17,1-11a

Evangelium — Joh 17,1-11a

In seinem Gebet am Ende der Mahlserzählung spricht Jesus zuerst von sich und bittet für sich, bevor er inhaltlich zu seinen Jüngern überleitet. In seiner Eigenbitte ersucht er den Vater, ihm Ehre zu geben, damit auch er dem Vater Ehre geben könne, denn er hat gemäß dem Willen des Vaters sein Werk bis zum Ende versehen – er hat Gott und auch sich selbst, als Gesandten Gottes, zu erkennen gegeben. Nun beginnt sein Weg zurück zum Vater. Dies soll die Stunde seiner Verherrlichung werden. Und jeder, der die Zusammengehörigkeit von Vater und Sohn erkennt, hat bereits das ewige Leben. Es tauchen hier Erinnerungen betreffend Johannes 3,15 auf: „… damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat“, bzw. Joh 6,40: „Denn das ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat und dass ich ihn auferwecke am Jüngsten Tag“. Wir treffen hier auf eine starke, beinahe unglaubliche Aussage: Wer glaubt, ist gerettet! Doch dürfen wir diese Aussage nicht unreflektiert für uns übernehmen, denn Glaube ist nicht gleich Glaube. Es gibt den Glauben als Lippenbekenntnis, ohne Verbindung zum Herzen, ohne Auswirkungen auf das Leben, und es gibt den Glauben als Weg der Nachfolge. Ersterer wird, so wie er für viele Christen heutzutage eine leere Formel bleibt, den Ansprüchen auf Erwerb des ewigen Lebens nicht gerecht. Hingegen wird Glaube auf dem Weg der Nachfolge, als ernstgemeinter und bemühter Lebensweg im Sinne Jesu, ewiges Leben bedeuten. Auf welchem Weg befindest du dich?