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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 14,23-

Evangelium — Joh 14,23-

29 Im Evangelium der heutigen Liturgie sagt Jesus, als er sich beim letzten Abendmahl von seinen Jüngern verabschiedet, fast wie in einer Art Testament: „Frieden hinterlass ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“. Jesus weiß in diesem Moment, dass alle ihn verlassen werden: Judas, um ihn zu verraten, Petrus, um ihn zu verleugnen und auch die anderen werden sich verstecken, in Angst, dasselbe Schicksal zu erleiden wie er. Doch Jesus lässt sich nicht verbittern, er bleibt in Frieden, einem Frieden, der aus dem Vertrauen zum Vater kommt. Jesus möchte, dass auch wir uns so verhalten, um Erben seines Friedens zu werden. Dieser Friede ist nichts anderes, als Gottes Gegenwart in uns, Gottes Kraft des Friedens, die Starrheit auflöst und die Versuchung, andere zu attackieren, wegnimmt. Hast du diesen Frieden in dir schon gefunden oder bist du noch am Weg dorthin? Bist du noch am Weg, dann werde dir bewusst, dass wir alle Brüder und Schwestern sind. Wir alle sind Kinder des einen Vaters und als solche sollen wir uns auch verhalten, ohne Neid und Eifersucht in unseren Herzen, ohne Rach- oder Streitsucht, nur den eigenen Vorteil suchend. Da wir das aber nicht immer schaffen, mögen wir jeden Tag bitten: „Herr, gib mir deinen Frieden, gib mir innere Ruhe und Gelassenheit, selbst den schwersten Anfechtungen und Angriffen auf meine Person in Frieden standzuhalten“. Werden wir zu Friedensstiftern, damit das Böse auf dieser Welt vertrocknet und zu Staub zerfällt.