undefined. undefined NaN · Freitag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 15,12-17

Evangelium — Joh 15,12-17

In den einleitenden Worten der heutigen Perikope öffnet sich, was der Wille Gottes, des Vaters und des Sohnes Jesus Christus, ist: die Liebe. Diese geht vom Vater auf den Sohn und von diesem zu seinen Jüngern und von diesen zu allen, die das Wort Gottes hören, auf- und annehmen und im Alltag befolgen. Diese Liebe wird sichtbar in der Erfüllung von Gottes Geboten sowie in der Liebe untereinander, von Mensch zu Mensch, von Mensch zu Gott. Maßstab für diese Liebe ist die aufopfernde Lebenshingabe Jesu. Alle Menschen sollen so lieben, wie Jesus geliebt hat, denn wir alle sind Geschwister, Söhne und Töchter des einen Vaters und auf uns alle wartet dasselbe Ziel. Die Liebe ist darüber hinaus jene Kraft, die alles trägt und erträgt, bis hin zur täglichen Lebenshingabe an den Herrn und zur Selbstaufopferung in Erfüllung der Liebe. Bedeutet das, dass ich mein Leben hingeben muss, um den höchsten Grad der Liebe zu erreichen? Zum Glück müssen wir das in unserer Zeit, in Europa, nicht. Nur wenige Ausnahmesituationen führen in diese Prüfung. Aber wir können unser Leben auch anders für unsere Nächsten hingeben: Stunden schenken, Gehör anbieten, Hilfe leisten, Dasein praktizieren. Damit spenden wir einen Teil unserer zur Verfügung gestellten Lebenszeit anderen Menschen, vielleicht jenen, die wir Freunde nennen. Auch so zeigt sich die Größe der Liebe.