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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 15,9-11

Evangelium — Joh 15,9-11

Im Evangelium nach Johannes sind Jesu Abschiedsreden eine Zusicherung an seine Jünger, dass er sie nach seinem Weg des Leidens, des Sterbens und seiner Auferstehung, nicht allein zurück und nicht im Stich lassen wird. Denn erst sein irdischer Tod ermöglicht sein Wiederkommen – ein Wiederkommen im Geist Gottes. So möchte Jesus, dass seine Jünger sein Erbe nicht in Trauer vernachlässigen oder resignierend antreten, sondern in Freude, es bewahren und weiter gedeihen lassen. Dazu ist es aber notwendig, um in der Liebe des Vaters zu bleiben, die Gebote Gottes zu kennen und sie zu halten. Niedergeschrieben in der Heiligen Schrift finden wir die zehn Gebote in den Büchern Exodus (Ex 20,1-7) und Deuteronomium (Dtn 5,6-21). Auf den Nenner gebracht sind diese Gebote ein von Gott mit uns begonnener Dialog, auf welchen er sich von uns eine Antwort erwartet – eine liebevolle Antwort. Eine solche ist für unser Heil grundsätzlich erforderlich, weil mit einem blinden und herzlosen Befolgen der Gebote, mit einem wörtlichen und herzlosen Gehorsam, das ewige Heil außer Reichweite rückt. Das ewige Heil können wir nur erlangen, wenn die Gebote Gottes fest in unseren liebenden Herzen verankert sind, liebevoll aus ihnen strömen, zum Wohle von uns selbst, zum Wohle der Beziehungen zu unseren Nächsten und Gott. Natürlich ist es nicht leicht, die Gebote zu halten, weil wir schwache und sündige Menschen sind. Aus diesem Grund fallen wir immer wieder zurück in sündhaftes Verhalten und benötigen einen Erlöser: Jesus Christus. Er lädt alle unsere Sündenlasten auf sich, wenn wir an ihn glauben.