undefined. undefined NaN · Montag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Joh 14,21-26
Das heutige Evangelium beinhaltet einen Ausschnitt aus den Abschiedsreden Jesu. Es sind Worte Jesu während des letzten Abendmahles mit seinen Jüngern. Er spendet ihnen Trostworte im Hinblick auf sein bevorstehendes Leiden und seinen Tod und er fordert auf, sein Wort festzuhalten, denn nur dann antwortet Gott mit seinem Kommen und Bleiben. Sein Wort ist der Garant dafür. Dieses Festhalten am Wort Jesu steht allerdings im Widerspruch zu den Forderungen der heutigen Zeit. Diese verlangen nicht das Festhalten, sondern das Hinterfragen, das Verändern, zu jedem Preis. Nicht am traditionellen, oder dem Immerwährenden oder dem Identitätsstiftenden Guten wird festgehalten, sondern das andere, das Neue wird verlangt, auch wenn das Neue nicht immer das Bessere ist. Aber wer nur immer verändert, nur hinterfragt, wird am Ende nichts mehr haben, was er befragen kann. Wer nur ändert, wird am Ende nichts mehr haben, was sich noch ändern ließe. Doch nur, wenn in allem Verändern der Mensch und die Menschenwürde unantastbar bleiben, hat das Verändern einen Sinn. Die Menschenwürde muss unverändert bleiben, nur so können wir voranschreiten und uns in allen Dingen entwickeln. Das Festhalten am Wort Jesu muss in unserem Leben zu einer dauerhaften Grundhaltung werden. Denn nur aus dem Wort heraus, das von Anfang an bereits war, können wir Menschlichkeit fördern, leben und garantieren. Aus diesem Grund ist das Wort Fleisch geworden, um von uns in rechter Weise aufgenommen zu werden.