undefined. undefined NaN · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Joh 13,16-20
Zum letzten Mal isst Jesus mit den Jüngern zu Abend. Noch vor kurzer Zeit hatten sie darüber diskutiert, wer von ihnen der Größte sei. Jesus antwortet nunmehr darauf, indem er sein Obergewand ablegt und ihnen die staubigen Füße wäscht. Er, der Herr und Meister, macht sich bereitwillig zum Knecht und wird so zum Vorbild für alle die ihm nachfolgen wollen. Das bedeutet, dass das Christentum nicht bloß eine moralische Lehre ist, sondern durch die Worte Gottes, durch das Erkennen des Wahrheitsgehaltes dieser Worte, durch die Aufnahme dieser Worte in das innere Herzen, zu einem Tun wird, zu einer Gabe für den Nächsten, zu einem Geschenk. Wir müssen uns geben, weil auch Gott sich für uns gibt. Er schenkt uns sein Geliebt-Sein, sein Eingeladen-Sein, er wartet auf uns. Er beugt sich symbolhaft in der Fußwaschung zu jedem einzelnen von uns nieder. Wir alle sind es ihm wert, für uns zum Sklaven zu werden und uns zu reinigen, zu heilen und zu sich in sein Reich zu führen. So wie er uns die Füße gewaschen hat, so sollen auch wir es einander tun. Scheust du dich davor oder ist dir diese Arbeit zu gering? Dann blick auf den Herrn, er war sogar bereit dazu, sein Leben für dich hinzugeben.