undefined. undefined NaN · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 12,44-50

Evangelium — Joh 12,44-50

Der heutige Abschnitt aus dem Johannesevangelium zeigt uns die innige Vertrautheit Jesu mit dem Vater. Jesus tat stets, was der Vater von ihm erwartete und konnte daher sagen: „Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat“ (Joh 12,44) und: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8,12a). Er offenbarte sich als das Licht, das uns die Wahrheit sehen und den Weg, den wir beschreiten sollen, erkennen lässt. Doch von vielen wird das Licht Jesu abgelehnt, weil sie die Finsternis bevorzugen, die ihnen die Wahrheit über Gott und sich selbst verhüllt. Die Welt scheint die Finsternis zu mögen, denn der Unglaube bringt vermeintlich Freiheit und erst das wahre Leben. Für viele ist der Blick auf die Menschen und die Welt von mehr Bedeutung als der Blick auf Gott. Jeder von uns steht fast täglich vor der Wahl zwischen Licht und Finsternis. Und Gott zwingt uns nicht, uns für ihn zu entscheiden. Der Glaube ist eine freie Entscheidung, denn nur so ist er sinnvoll. Deshalb auch die Mahnung Jesu, den Ernst der Glaubensentscheidung zu erkennen. Geht es dabei ja nicht nur um Jesus und seine Sendung, sondern um unseren himmlischen Vater, sein Wort, seine Liebe und Verheißung. Bleibt es bei einem Nein zum Glauben, richtet sich der Mensch selbst und wird dereinst die Konsequenzen zu diesem Nein tragen müssen. Glaube ist aber nicht gleich Glaube. Er ist nie als etwas Vollendetes zu betrachten, immer noch kannst du mehr Licht in dein Glaubensleben einfügen.