undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 10,1-10

Evangelium — Joh 10,1-10

Im Gleichnis vom guten Hirten werden die beiden Möglichkeiten der Stellung zum Leben gezeigt: Das Leben nehmen oder das Leben geben. Wer viel vom Leben haben will, der nimmt Leben für sich, lebt in der Haltung des Nehmenden, braucht, verbraucht und vernichtet es. Das Leben geben ist hingegen Notwendigkeit für alle jene, die sich Nachfolger Christi nennen. Wer Leben gibt, empfängt Leben. Wenn wir Leben geben, wächst es, wird reicher und strahlender. Die Quelle des Lebens befindet sich bei dem, der sein Leben ganz gibt, ganz gegeben hat, Jesus Christus, der gute Hirt. Er ist der Hirt, dem die Schafe aus dem Gleichnis folgen, weil sie die Stimme der fremden Hirten nicht kennen und ihnen nicht folgen wollen. Wir sollten uns fragen: Wem folge ich im Leben? Was hat für mich höchste Priorität im Leben? Wonach strebe ich? Wir alle sollten uns mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen. Jesus mahnt uns, nicht auf falsche Stimmen, falsche Rufer zu hören. Wie viele falsche Rufer drängen sich doch täglich in unser Leben. Sie wollen uns vom rechten Weg abbringen. Ihnen geht es nur um die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen. Unser Wohl ist ihnen meist kein Anliegen. Man erkennt sie sehr gut daran, dass ihre Stimmen meist sehr laut sind und ihre Rede sehr emotional. Darum: Eignen wir uns das besinnliche, fleischgewordene Wort Gottes an. Folgen wir seinem Ruf, einem Ruf, dem es wirklich um unser Wohl geht: Kraft in Bedrängnis, Friede, Freude und Zuversicht, dass dieses Leben nicht alles ist.