undefined. undefined NaN · Freitag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 6,52-59

Evangelium — Joh 6,52-59

Jesu Predigt in der Synagoge von Kafarnaum war für viele Menschen unerträglich. Sie kannten das Alte Testament und glaubten, dass Gott eines Tages Israel wieder aufrichten werde; dass er selbst ihr König sein und dass er mit ihnen wohnen werde. Aber nun kam Jesus, den sie kannten, dessen Familie und dessen Beruf sie kannten – einer aus ihren Reihen, einer wie sie, der plötzlich sagte: „Ich bin das vom Himmel herabgekommene Brot und wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt wird ewig leben“. Diese Aussage war in den Ohren der Menschen unerträglich und skandalös. Protestierend verließen sie die Synagoge, wahrscheinlich höchst aufgeregt und in ablehnender Haltung gegenüber Jesus. Diese Worte Jesu können aber tatsächlich leicht zu Missverständnissen führen. Was meint Jesus mit Fleisch und Blut? Der Prolog des Johannesevangeliums gibt uns Auskunft über das Fleisch: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh 1,14). Jesu Fleisch ist demnach das lebendige Wort Gottes, welches du in dich aufnehmen sollst. Jesu Blut ist hingegen jene Kraft, welche deine Seele von Schuld reinwäscht und sie von allen dunklen Flecken befreit. Anerkennst du Jesu blutigen Opfertod für dich und nimmst du dieses Opfer zutiefst in dir an, dann wirst du den Fängen der dunklen Macht entrissen. Nimm daher das Wort Gottes in dich auf, handle danach und danke Jesus für seinen Opfertod, dann wird für dich der Jüngste Tag dein erster Tag im jenseitigen Leben sein.