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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 3,1-8

Evangelium — Joh 3,1-8

Beim nächtlichen Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus, einem leitenden Pharisäer, erklärt Jesus, dass wir Menschen aus unserer sündigen Existenz heraus nur mit Hilfe jener Kraft die Wiedergeburt erlangen, die den Menschensohn zu unserer Rettung in die Welt gesandt hat. Diese Kraft strömt aus dem Geist Gottes, dem Heiligen Geist, auf jeden Gläubigen über. Er ist der Geist, der uns hilft, unsere Grenze zu überwinden – die Grenze unseres Todes. Ohne seine Hilfe wäre uns das nicht möglich, weil wir in unserem Leben, in unserer Seele, so viel an Todbringendem angesammelt haben. Die Botschaft Jesu lautet daher: Wir müssen von oben, vom Schöpfer, wiedergeboren werden, durch denjenigen, den Gott dazu bestimmt hat: seinen Sohn. Von oben geboren zu werden bedeutet aber auch den Willen in sich zu tragen, diesem „oben“ anzugehören, denn wir alle stammen aus ihm und dürfen eines Tages, unter bestimmten Voraussetzungen, wieder dorthin zurückkehren. Darum sind wir verpflichtet, unser Leben, unseren Geist, nach diesem Höchsten auszurichten, sich erhebend über alle irdisch-weltlichen Begehren, im Kampf gegen die täglichen Verführungen. Zeigen wir im Leben, dass wir unserer Wiedergeburt von oben gerecht werden. Bleiben wir nicht unten, denn dort lauern nur viele Gefahren für die Seele. Erheben wir uns über die Niedrigkeiten des Lebens und streben wir nach dem höchsten Gut: die Liebe. Die übernatürliche Liebe haben wir bereits in uns. Werden wir ihrer bewusst, dann können wir sie auch bei all unserem Tun auf dieser Welt einsetzen.