undefined. undefined NaN · Dienstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 20,11-18

Evangelium — Joh 20,11-18

Maria von Magdala ist die Erste am Grab Jesu und sie ist die Erste, die den Herrn sieht. Sie ist als Erste vom Auferstandenen mit Namen gerufen worden und sie konnte als Erste sagen: „Ich habe den Herrn gesehen“. Ihr wurde allerdings auch als Erste gesagt, dass man den Herrn nicht festhalten, also nicht nur für sich selbst haben kann, denn der Herr lebt nicht in einem unbeweglichen Dasein, sondern möchte zu allen Menschen kommen, durch uns. Wir dürfen ihn daher nicht festhalten, sondern müssen ihn an unsere Brüder und Schwestern weiterreichen. Doch trotzdem, dass Maria von Magdala so viel Ehre zuteilwurde, weint sie am Grab, weil ihr Jesus, der Herr, fehlt. Sie sehnt sich nach seiner Nähe und fühlt sich verloren ohne ihn. Doch heute haben schon viele Menschen Jesus verloren, wobei er ihnen aber nicht weggenommen wurde, sondern sie sich aus freien Stücken von ihm entfernt haben. Sie sind über diesen Zustand auch nicht traurig, denn ohne den Herrn meinen sie, ein Leben in Freiheit führen zu können. Dabei merken sie nicht, dass sie sich mit der Ferne zum Herrn die Nähe zum Antichristen eingehandelt haben. In dessen Fängen haben sie die wahre Freiheit verloren, die Freiheit von der Sünde, und sind dafür in die Fesseln des Unheils geraten. Darüber sollten sie eigentlich weinen. Suche daher täglich die Nähe zum Herrn, denn es gibt fast keinen Tag, an dem du dich nicht von ihm entfernst.