undefined. undefined NaN · Ostersonntag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 20,1-9

Evangelium — Joh 20,1-9

Maria von Magdala sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Es war noch dunkel sowie auch in ihr nach der Kreuzigung des Herrn vollkommene Dunkelheit herrschte. Diese Dunkelheit wurde noch dadurch verstärkt, dass der Stein vom Grab weggerollt war, das Grab offenstand und der Leichnam Jesu sich nicht mehr im Grab befand. Etwas weiter im Text lesen wir, dass Maria zuerst zwei Engel in weißen Gewändern im Grab sitzen sah, bevor sie sich umwandte und den Herrn erblickte, den sie im ersten Augenblick nicht als solchen erkannte. Maria von Magdala sah in der Dunkelheit des beginnenden Tages, in der Dunkelheit des Grabes und in ihrer eigenen Dunkelheit zuerst Bedrückendes, das sich aber rasch in Licht verwanden sollte. Ihr „Sehen“ verhalf ihr zu einer grundlegenden Erkenntnis, welche sie in ihrem Innersten bewegen, und zur Überzeugung führen sollte: Der Meister lebt! Er hat den Tod überwunden und ist auferstanden. Von da an beginnt sich das Glaubenszeugnis zu verbreiten. Im ethischen Dreischritt – Sehen, Urteilen, Handeln – sowie im Glaubensleben des Christen, steht auf dem Weg der Nachfolge Christi somit das Sehen an erster Stelle. Als Christen sind wir verpflichtet, mit offenen Augen durch die oft dunkle Welt zu schreiten. Wir sind es, die durch die Weitergabe unseres Glaubenszeugnisses Licht in die Dunkelheit bringen müssen. Tun wir dies nicht, verhelfen wir der Dunkelheit zu noch mehr Macht und gefährden unser eigenes Seelenheil.