undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 8,12-20

Evangelium — Joh 8,12-20

Zum Laubhüttenfest, dem jüdischen Erntedankfest, wurde der Frauenvorhof des Tempels festlich illuminiert und nach Einbruch der Dunkelheit sangen die Leviten dort zur Begleitung von Flöten und Saiteninstrumenten Wallfahrtspsalmen. Dann tanzten besonders religiöse Männer im Hof mit brennenden Fackeln in den Händen. Dazu wurden vier große Leuchter entzündet, die die Feuersäule symbolisierten, mit der Gott beim Auszug von Ägypten sein Volk bei Nacht durch die Wüste geführt hatte (Ex 13,21). Jesus griff in einem Streitgespräch mit den Pharisäern diese Symbolik auf und sagte dabei über sich. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Wenn im Laufe der Jahreszeiten die Tage kürzer werden und eintöniges Grau und Dunkelheit überhandnehmen, merken wir, dass wir Kinder des Lichtes sind. Nur dieses spendet uns Wohlbehagen, Wärme, einen frohen Sinn und lässt uns manche Dinge anders erkennen als in der Dunkelheit. Diese Dunkelheit gibt es auch in uns Menschen und um uns in unserer Gesellschaft. In diese Situationen hinein sagt Jesus: „Ich bin das Licht der Welt.“ Sein Wort strahlt heller als die Sonne, es erleuchtet und erwärmt unsere Herzen und macht uns zu Werkzeugen seiner Liebe, denn wir sind Kinder des Lichts. Sehnst du dich nach dem Licht? Was für eine Frage! Aber vergiss nicht: So wie du dich nach dem Licht sehnst, sehnen sich alle Menschen danach. Bring du ihnen Licht, wenn sie in der Dunkelheit leben.