undefined. undefined NaN · Sonntag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Joh 8,1-11
Eine Ehebrecherin stand als kleines Häufchen Elend inmitten einer aufgebrachten Menge, die bereit war, diese Frau vor Jesus, aufgrund ihres Vergehens – dem Gesetz entsprechend – zu steinigen. Es waren Schriftgelehrte und Pharisäer, die diese Frau vor Jesus gebracht hatten. Sie waren aber nicht der Gerechtigkeit willen mit ihr zu Jesus gekommen, sondern um Jesus eine Falle zu stellen. Sie fragten ihn hinterlistig: „Was sagst du?“ Jesus erkannte, was in ihren Herzen vorging, denn die meisten von ihnen waren nicht dazu bereit das zu tun, was sie als „Lehrer“ und „Vorbilder“ von den anderen forderten. Jesu Antwort entwaffnete seine Angreifer: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie“ (Joh 8,7). Den Anklägern kam damit zu Bewusstsein, warum sie anklagten und wer sie selbst waren. Da begannen sie, sich zu schämen und gingen fort, die Älteren zuerst. Ohne Sünde ist niemand von uns. Deshalb sollen wir uns nicht anmaßen, andere wegen deren Sünden zu verurteilen. Dieses Recht steht nur dem einzigen Sündenlosen zu: Jesus Christus. Doch auch er beruhigt die Frau und sagt zu ihr: „Auch ich verurteile dich nicht“. Es ist dies ein starkes Trostwort an uns. Es zeigt die Barmherzigkeit und die Liebe Gottes zu uns. Doch Jesus knüpft eine Bedingung an seinen Freispruch: Geh und versuche, von nun an nicht mehr zu sündigen! Versuche es zumindest und bemühe dich, gib dein Bestes!