undefined. undefined NaN · Freitag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Joh 7,1-2.10.25-30
Es gibt so viele Dinge, welche die Welt verbergen möchte, denn die meisten davon strahlen nicht, sondern sind in dunkles Grau oder Schwarz getaucht. Man findet sie auf den Schattenseiten des Lebens, in jenen Bereichen, in welchen sich niemand gerne aufhält und aus welchen man so rasch als möglich ausbrechen möchte, sind diese doch fast immer mit Leid und Elend verbunden. Die Welt möchte ihre Dunkelheit verbergen, darüber hinwegsehen, als ob es diese nicht geben würde. Anstelle dessen wird der Glanz des scheinbar Erstrebenswerten, des Erfolges, der Macht und des Ansehens in den Mittelpunkt gestellt. Verbunden damit sind meist die tiefen Abgründe der menschlichen Seele: Arroganz gegenüber den Schwachen, Korruption und Selbstbezogenheit. Aus diesem Grund ist Jesus nicht im Zentrum des weltlichen Geschehens sichtbar. Es scheint so, als wäre Jesus dort nicht anwesend. Doch er ist dort, jedoch im Verborgenen, die Menschen sehen ihn nicht, denn sie wollen ihn nicht sehen. Sie stellen sich blind gegenüber seiner Anwesenheit und werden es mit der Zeit mehr und mehr. Im Gegensatz dazu erkennen die Menschen auf der Schattenseite des Lebens oft genug den Herrn. Denn Not nährt den Glauben an eine ausgleichende Gerechtigkeit, auch wenn diese nicht mehr in diesem Leben, sondern erst im Reich des Herrn erfahren wird.