undefined. undefined NaN · Mittwoch
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Joh 5,17-30
Jesus heilte am Sabbat einen Kranken am Teich Betesda in Jerusalem. Damit übertrat Jesus in den Augen der Juden das Gebot der Ruhe, denn am Sabbat war das Verrichten jeglicher Arbeit verboten. Die Übertretung dieses Gebotes gründet in diesem Fall jedoch nicht in der Not dieses Kranken oder in der Vollmacht Jesu, als Gottes Sohn sich über die Gesetze stellen zu dürfen, sondern in der unzertrennlichen und seit jeher bestehender Einheit zwischen dem Vater und dem Sohn. Demnach kommt in Jesus Gott selbst unmittelbar zur Wirkung, sodass zwischen dem Tun des einen und dem des anderen kein Unterschied festzustellen ist. Jesu Vollmacht gründet darin, dass der Vater ihm Einblick in seinen Willen gewährt und ihn so zur Ausführung seiner Werke ermächtigt. Daher sprengt das, was Jesus von sich behauptet, jeden bisher bekannten Rahmen: Als Gottes Sohn kennt er Gottes Plan; er spricht und handelt in Gottes Namen; er hat die Macht, ewiges Leben zu geben und er hat das Recht und die Macht, alle Menschen, die Lebenden und die Toten, zu richten. Die Guten führt er zur Auferstehung, zum Leben, die Schlechten zum Gericht. In ihm lebt das mächtige, Leben rettende und Leben schaffende Wort des Schöpfers. Der Glaube an ihn ist demnach unsere einzige Rettung. Im Brief des Apostels Paulus an die Römer heißt es dazu: „Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: Herr ist Jesus – und in deinem Herzen glaubst: Gott hat ihn von den Toten auferweckt, so wirst du gerettet werden“ (Röm 10,9).