undefined. undefined NaN · Dienstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Joh 5,1-16
Im heutigen Evangelium heilt Jesus einen Mann beim Teich Betesda. Der Mann war schon achtunddreißig Jahre krank und hatte niemanden, der ihm half, ins heilende Wasser zu gelangen. Krankheiten sind mitunter dramatische Herausforderungen. Wenn sie besonders schwer ausfallen, können sie leicht zu einer Krise führen, mit der Frage: „Warum gerade ich?“ In Situationen des Leids kann der Glaube auf die Probe gestellt sein, andererseits kann aber auch der Glaube – sofern vorhanden – in solchen Situationen sein positives Potential entfalten. Nicht weil der Glaube die Krankheit, den Schmerz, oder die daraus entstehenden Fragen zum Verschwinden bringt, sondern weil er einen Schlüssel anbietet, mit dem wir den tieferen Sinn dessen entdecken können, was wir erleben: Dass Krankheit einen Weg zu einer größeren Nähe zu Jesus bedeuten kann. Gewinnen wir eine solch größere Nähe, dürfen wir sie nach erfolgter Genesung nicht wieder aufgeben. In der Regel schlägt jedoch schnell wieder das graue Alltagsleben zu und alle Vorsätze, entstanden aus der Not, verblassen wieder zunehmend in Nebelschwaden. Darum mahnt uns Jesus: „Sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt!“ Dieses Schlimmere ist die von uns selbst herbeigeführte Distanz zu unseren Nächsten und zu Gott, zu seinen Weisungen und seinem uns angebotenen Weg des Heils..