undefined. undefined NaN · Sonntag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 15,1-3.11-32

Evangelium — Lk 15,1-3.11-32

Kontext: Der Weg Jesu nach Jerusalem – Das Gleichnis vom verlorenen Sohn Ausgewähltes Schriftwort: Lk 15,20c Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Jesus erzählt uns heute das Gleichnis von verlorenen Sohn. In diesem Gleichnis geht es um die Versöhnung mit Gott als notwendige Grundlage aller menschlichen Versöhnungen. Wer mit Gott versöhnt ist, findet leichter Versöhnung mit seinem Nächsten. Wer hingegen mit Gott hadert, an ihm zweifelt, seine Güte und Barmherzigkeit in Frage stellt, das Gute in ihm nicht sehen möchte, wird auch im anderen kaum etwas Gutes sehen. Wo sich der Friede mit Gott auflöst, wird diese Welt und das Zusammenleben in ihr friedloser. Und nun, das heutige Gleichnis greift dieses Thema auf. Der jüngere Sohn, der seinen Vater verlässt, um sein Glück in der Welt zu suchen, kehrt, nachdem sein Lebensprojekt gescheitert war, wieder reumütig zu seinem Vater zurück. In der Fremde hatte er seinen inneren Frieden verloren, es fehlte ihm dort die Geborgenheit von zu Hause. Doch auch der ältere Sohn hat seinen Frieden mit dem Weggang des jüngeren Bruders verloren. An seiner Reaktion sehen wir, dass er voll Neid war wegen der Vergnügungen, die sich sein jüngerer Bruder in der Fremde geleistet hatte. Erst durch Versöhnung konnten beide wieder ihren inneren Frieden erlangen. Der jüngere Bruder musste Versöhnung mit seinem Vater finden, der ältere Bruder mit sich selbst und mit seinem Bruder. Aber ihr Vater war es erst, der diese Versöhnung herbeiführte. Wir selbst können nun gemäß dieser Erzählung Versöhnung nur dann anbieten, wenn wir diese zuvor aus Gottes Hand annehmen. Wie im Gleichnis vom verlorenen Sohn, läuft uns Gott mit offenen Armen entgegen, wenn wir reumütig zu ihm zurückkehren und sein Haus wieder als unser wahres Heim anerkennen. Amen