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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 18,9-14

Evangelium — Lk 18,9-14

Kontext: Der Weg Jesu nach Jerusalem – Das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner Ausgewähltes Schriftwort: Lk 18,11 Der Pharisäer stellte sich hin und sprach bei sich dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. Heute geht es abermals in Jesu Lehre um Gerechtigkeit. Er erzählt ein Gleichnis von einem Pharisäer, der sich gleichzeitig mit einem Zöllner in den Tempel begab, um zu beten. Der Zöllner stellte sich dazu in die hinterste Reihe und bereute aufrichtig seine Sünden. Er wusste um seine Angewiesenheit auf Gottes Gnade und war nicht stolz auf sich. Der Pharisäer hingegen betete, aber nicht um Gott Ehre zu erweisen, sondern um sich selbst zu seiner Leistung zu gratulieren. Er fühlte sich besser als all die anderen, diese Räuber, Betrüger, Ehebrecher und Zöllner. Er war von sich so sehr geblendet, dass er seine Angewiesenheit auf Gott vergaß und seine Überheblichkeit gegenüber den anderen Menschen gar nicht mehr bemerkte. Man kann sich nur wundern, dass er vor sich selbst ein derartiges Selbstbild vertrat. Dabei war er ein Mensch wie jeder andere und konnte deshalb nicht sündenfrei sein. Auf wen von diesen beiden wird Gott hören? Sicherlich wir alle sind Sünder, denn kein Mensch ist perfekt. Deshalb verschließe deine Augen nicht vor der tatsächlichen Beschaffenheit deines Herzens. Sei ehrlich zu dir selbst, dann gewinnst du Mittel, um deine Schwächen zu bekämpfen. Ganz gelingen wird dir das zwar nie, denn auch du bist nur ein Mensch. Doch wird es dir bei einem steten Bemühen gelingen, deine Seele mehr und mehr zu reinigen und so deinem Heil mit sicherem Schritt näherzukommen. Amen