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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 5,17-19

Evangelium — Mt 5,17-19

Kontext: Das Wirken Jesu in Galiläa – Über die Erfüllung der Weisung Gottes Ausgewähltes Schriftwort: Mt 5,17b Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Das Gesetz, also die fünf Bücher des Mose, und die Propheten wurden von jeher als Einheit und zugleich als schriftliche Festsetzung von Gottes Willen verstanden. Und Jesus sagt dazu: Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Das heißt: Jesus möchte von diesem Willen des Vaters nichts wegnehmen, ihn auch nicht reduzieren, aber er möchte ihn neu und unverfälscht verkünden. Er möchte erfüllen, was von Anbeginn der Zeiten als festgeschrieben galt, doch bis dahin noch nicht in den Herzen der Menschen seinen Niederschlag gefunden hat: Die Freude über Gottes Wort, die Freude über seine Nähe die Freude über die Verheißung, welche sich durch seinen Sohn erfüllen sollte. Das heißt: Jesus ist gekommen, um uns alle durch seinen Leidensweg mit einer Freude zu erfüllen, die an das Innerste unseres Seins rührt, denn sie verheißt neues Leben nach dem Tod. Wir dürfen und sollen daher diese Freude leben, sie ausstrahlen und auf andere überspringen lassen, deren Herzen noch immer Gott gegenüber abgeneigt sind. Diese Freude ist jedoch nicht zu vergleichen mit den kurzlebigen Freuden des Alltags. Sie ist die Freude, die Gewissheit, dass alles Leid in Jesu Armen aufgefangen wird und es ist die Freude über unsere Zukunft, in welcher Gott dem Leid keine Chance mehr geben wird. Ein Christ, der nicht freudig ist, dem fehlt etwas oder er ist kein Christ. Denn nur die Freude des Herzens, die innere Freude, die Freude an der Verheißung ist es, die uns auch in schweren Momenten vorwärtsbringt und Mut schenkt. Amen