undefined. undefined NaN · Verkündigung des Herrn

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 1,26-38

Evangelium — Lk 1,26-38

Kontext: Die Geburtsgeschichte – Die Ankündigung der Geburt Jesu Ausgewähltes Schriftwort: Lk 1,28 Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Mit dem Eintritt des Engels in Marias Leben und seinem Gruß beginnt und das ist erstaunlich die Fülle der Zeit. Das verheißene Zeichen, die Jungfrau, die in einmaliger Weise und als einzige unter dem Menschengeschlecht die besondere Nähe Gottes erfahren darf, wird uns geschenkt und sie begleitet uns, sogar noch nach 2 000 Jahren, durch die Höhen und Tiefen des Zeitgeschehens. So wie der Engel damals, dürfen daher auch wir Maria täglich als Begnadete begrüßen. Das Ave-Maria lädt uns dazu ein, denn so wie Maria hat keine andere Frau das Wohlwollen Gottes erfahren dürfen. Sie erfährt ihr Begnadetsein im Blick auf Jesus, den sie in sich zur Welt bringen und großziehen durfte. Dieser Jesus wird dann selbst zum Zeichen für die allesumfassende Gnade und der Quell der Gnade für uns alle, indem Gott uns sein Antlitz in Menschengestalt zuwendet und uns somit sein Wohlwollen und seine Liebe zu uns zum erkennbaren Ausdruck bringt. Gottes Gnade erweist sich in seinem Mitleid mit uns darin, dass er sich in seiner Größe zu uns Schwachen und Armen niederbeugt. Und wenn schon Gott gnädig mit uns ist, dürfen wir uns die Frage stellen, wie gnädig sind wir zu unserem Nächsten? Beuge ich mich zu ihm hinab, oder genieße ich es, wenn er zu mir aufblicken und anschließend sein Haupt vor mir beugen muss? Ist dem so, so sind wir tot für die Gnade, für den Willen Gottes, und nicht mehr fähig für das Gnadengeschenk des ewigen Lebens. Amen